Adoptionsrecht für homosexuelle Paare

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  • Dieses Thema hat 12 Antworten und 9 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre, 1 Monat von
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  • #14180
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    Was haltet ihr denn so generell vom Adoptionsrecht für homosexuelle Paare? (es gibt ja auch Schwule und Lesben wie Udo Waltz, die dagegen sind..)

    Meint ihr, die Regelung reicht so aus, wie sie jetzt ist (Stiefkindadoption und Sukzessivadoption) oder meint ihr, homosexuelle Paare sollten in der Adoptionsfrage mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden?

    #14181
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    Also meine persönliche Meinung ist ja, dass homosexuelle Paare die gleichen Rechte haben sollten, wie heterosexuelle Paare!
    Irgendwie sehe ich da keinen Unterschied, ob ich jetzt eine Mutter und einen Vater, zwei Mütter oder zwei Väter habe, solange ich geliebt werde (und das werde ich ja auch von Homosexuellen), habe ich eine richtige Familie. – Und die ist ja unter allen Umständen besser als ein Waisenhaus o. Ä.!

    #14182
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    Ich vertrete die Meinung auch aber es gibt ja auch häufig solche Vorwürfe wie 

    'es macht einen jungen schwul wenn er keinen Vater hat, wer soll ihm denn zeigen was Männlichkeit ist?' 

    Ich persönlich finde das Mumpitz denn es bräuchte echt mal ein paar hilfsbereite und liebe Männer mehr! Wir brauchen keine Machos die ihre Frauen unterdrücken und wenn nun ein junge unter Frauen aufwächst dann wird er vielleicht etwas femininer aber er hat immer noch das Testosteron. 

    Unf ganz ehrlich lieber zwei Eltern die einander lieben, deren Beziehung von Harmonie geprägt ist und somit liebevoll gestaltet wird 

    als hetero Eltern die dich bekriegen, schreien, schlagen 

     

    Eltern sind Eltern. Egal ob Männer oder Frauen. 

    Und wie es im mom ist ist driss. Hat bloß mit unserer Gesellschaft zu tun 

    #14183
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    Ich würde mich über eine Frau freuen, die bereits ein Kind aus einem früheren Leben hat, oder es mit einem bekannten Mann versuchen, der gerne Vater werden undsich auch in das Leben des Kindes integrieren würde. Dieser Vater könnte ebenso gut heterosexuell sein.

    #14184
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    Hey,

    also ich finde, dass das ein sehr kompliziertes Thema ist.

    Ich vermute, dass es für die Entwicklung eines Kindes sehr wichig ist, dass sowohl ein männliches als auch ein weibliches Vorbild vorhanden ist. Dies wäre dann zuerst Vater/Mutter.

    Andererseits wachsen viele Kinder nur bei einem Partner (Trennung) auf und diese Kinder sind ja nicht benachteiligt gegenüber anderen.

    Was ich als Schwachsinn halte ist das Argument, dass Kinder homosexueller Paare auch homosexuell werden müssen, denn Kinder von heterosexuellen Eltern können auch homosexuell werden.

    #14185
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    Ich bin definitiv dafür das Schwule und Lesbische Paare auch adoptieren können. Alle Argumente dagegen sind nicht wiederlegbar… Homosexuelle Paare planen wenigstens richtig bevor sie sich ein Kind zulegen im gegensatz zu hetero paaren die sagen :,,Upps, haben nicht aufgepasst. Wird schon iwi gehen" …

    Homosexuelle können ja nichts dafür das sie so sind und haben normalerweise auch nichts dagegen. Wenn sie dann doch den Kinderwunsch haben , sollten sie den auch erfüllen können. (Dies ist auch eine Angst die ich bei vielen Teen-Lesben festgestellt habe) 😉

    Familie ist Familie

    #14186
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    Ich bin auch dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptiern können sollen. Hier in Deutschland haben wir das wunderbare Grundgesetz, dass alle Menschen gleich sind, und das sollte auch so umgesetzt werden. Deshalb finde ich, dass für alle Menschen dann auch die gleichen Rechte gelten sollten.

     

    Was ich schade finde, is, dass einige hier in Deutschland Homosexualität immer noch als eine Krankheit ansehen. In anderen Ländern is das ja noch viel schlimmer, bloß wenn überall mehr Toleranz herrschen würde und jeder Homosexuelle als komplett gleiche Menschen wie jeder ansieht, dann würde es vielen echt um einiges helfen, vor allem auch denen, die homosexuell, transsexuell, bisexuell, intersexuell etc sind.

    #14187
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    Dann will ich einmal mutig sein und mein erstes Hallo in diese Runde schmeißen. 🙂

    Die Frage, ob homosexuell lebende Menschen Kinder bekommen/adoptieren dürfen sollten, war für mich immer relativ leicht zu beantworten: Ja.
    Welche „Argumente“ sprächen denn dagegen?

    „Dann wird das Kind ja auch homosexuell.“
    a) Ja und?
    b) Möööp. Falsch. Zumindest nicht belegbar. Damit würde man die Theorie unterstützen, dass Homosexualität ausschließlich anerzogen sein muss – das ist aber nicht bewiesen(und, soweit ich weiß, auch nicht mehr die Hauptthese der Wissenschaft in diesem Punkt). Selbst wenn aber im Rahmen dieser Theorie Kindeseltern immer und ausschließlich heterosexuell wären – dann wären ja zumeist diese Eltern diejenigen gewesen, die Homosexualität anerzogen haben. Meine Eltern zumindest sind hetero. Quod erat demonstrandum.

    „Homosexuelle sind krank.“
    Möööp. Auch falsch. Homosexualität ist in den 70ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus der Liste der Paraphilien(Abweichungen von der gängigen Norm) herausgenommen worden. Auch passt dieser Lebensstil nicht in die Definition einer psychischen Erkrankung. Die greift nämlich u.a. dann, wenn „der Leidensdruck eines_r Patienten_In zu groß wird“ – alle Menschen in meinem Bekanntenkreis , bei denen Leidensdruck aufgrund ihrer Homosexualität entstand, litten nicht unter selbiger, sondern weil sie ihretwegen Ausgrenzung erfuhren, Vorurteile abbekamen, mit ihrem Glauben kollidierten(zumindest in konservativeren Kreisen).

    „Ein Kind braucht Mutter und Vater.“
    Ja,prinzipiell ist diese Haltung nicht zu beanstanden. Doof, dass das in so vielen heterosexuellen Verbindungen nicht der Fall ist. Was also tun? Ehescheidungen wieder verbieten? Alleinerziehende Elternteile verteufeln? Oder einfach zugeben, dass es bei diesem Argument nur in den seltensten Fällen wirklich um das Kindeswohl geht, sondern meist eher um das Aufrechterhalten der eigenen feindlichen, bigotten Weltanschauung?
    Denn warum braucht denn ein Kind angeblich Mann und Frau als Eltern? Etwas zynisch bin ich geneigt zu sagen, um sich ein paar festgefahrene Geschlechterrollen anzugucken und gerne auch anzueignen.
    Aber natürlich auch, um sich zu orientieren. „Lernen durch Nachahmung“ – gerade Kinder tun das. Aber ich frage mich: Glauben die Menschen denn wirklich, dass es im Leben eines lesbischen Elternpaares absolut keine Männer gibt, auf die dann ein Sohn treffen könnte? Oder können Lesben, weil sie Frauen sind, sich so gar nicht in einen Jungen hineinversetzen? Das ist doch Humbug.
    In der Bedürfnisstabelle nach Marslow zum Beispiel, wird das Fundament aus existentiellen Dingen gebildet, Nahrung etwa, Wärme, aber auch Gefühlswärme, Schlaf,… Das können doch wohl auch gleichgeschlechtliche Elternpaare bieten.

    „Homosexuelle vergreifen sich an ihren Kindern.“
    a) Fuck you.
    b) Fuck you very, very muhuhuhuhuuuch!
    c)…
    d) Herzlichen Glückwunsch, Deine Vorurteile sind sehr besorgniserregend, dieses Argument ist mehr als hahnebüchen und sicherlich auch ein Schlag ins Gesicht der Opfer, die (sexuellen) Mißbrauch durch heterosexuelle Menschen erfahren haben. Alles in allem würde ich ein Erstgespräch bei einem_r guten Therapeut_In(bei dieser Einstellung aber wohl eher Therapeuten) empfehlen…

    Ich kann durchaus verstehen, dass in diesem Fall diskutiert wird. Ich begrüße es sogar – aber die Grundlage des Gespräches sollte wirklich das Kindeswohl sein, nicht das eigene Ego.
    Darüber hinaus sollte man bitte nicht vergessen, dass es unzählige Kinder (heterosexueller Eltern) gibt, die auch oft jemanden brauchen, der sich in bestimmten Dingen für sie einsetzt.
    Meine Meinung steht hier allerdings nahezu felsenfest.

    Puuuh. Jetzt hab ich mich ganz schön heiß gemoppert…

    #14188
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    Zu deinem letzten Kommentar:
    Es gibt prozentual viel mehr Heterosexuelle Menschen die sich an Kindern des gleichen Geschlechts vergreifen als es Homosexuelle tun.
    🙂 Ich finde diese ganzen Argumente hast du super ausgehebelt, noch ein Argument:
    "Die Bibel hat etwas gegen gleichgeschlechtliche Ehe und somit auch gegen die Kindeszeugung"

    -In der Bibel steht auch das ein Mann viele Frauen heiraten darf und derjenige der sich nie gegen Homosexualität ausgesprochen hat war *welch überaschung* Jesus.

    Während ich das schreibe fällt mir auf das es doch nicht so zum Thema passt xD

    #14189
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    Guten Morgen 🙂

    Nene, das passt sogar sehr gut zum Thema! Denn wenn es um Homosexualität geht, dann fällt der Begriff „Bibel“ ja noch immer erschreckend oft. Ebenso häufig versucht man dieses Buch für seine eigenen Zwecke zu instrumentalisieren…
    Aber davon ab, dass die Bibel vor xyz Jahren von Menschen geschrieben wurde, hast Du ja vollkommen recht mit Deiner Argumentation! 🙂

    Ich muss zugeben, auch wenn ich vermutlich irgendwie voreingenommen bin; ein wirklich dauerhaft schlüssiges Argument habe ich da echt noch nicht gehört…

    #14190
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    Ist einfach so das man fast alle Argumente einfach umdrehen kann. Meistens ist es wohl doch die Erziehung die einem die Intoleranz vorprogramiert.
    Meine Oma ist auch gegen die Kinderadoption von Homosexuellen, sie hatte aber noch nicht das Glück zu erfahren das sie damit ihrer lieben Enkelin die Kinder verbietet 😛
     

    #31648
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    Ich finde Homosexuelle sollten aufjedenfall die gleichen rechte haben wie Heteros auch. Wir Homosexuellen sind ja auch nur Menschen…

    Ich finde wer nicht dazu stimmt diskriminiert somit auch diese Leute..

    #32628
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    Selbst wenn man wirklich darauf beharren will, dass es kein männliche/weibliche Elternteil gibt und man davon absieht, dass bei „normalen“ Familien oft auch ein Elternteil „fehlt“. Dann kann man das „Problem“ ganz leicht umschiffen indem man Paten hat (also Patenonkel/-tante).

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