Depression nach Coming Out…

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Profilbild von einer Goriziehemalige Gorizi
vor 2 Wochen, 3 Tagen.

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    Profilbild von einer Goriziehemalige Gorizi

    Hallo werte community,

    bitte verzeiht mir etwaige Rechtschreibfehler ich bin gerade sehr nervös. Ich habe noch nie über meine Situation gesprochen und ich weiß nicht recht wie ich alles ausdrücken soll….ich hoffe ihr versteht mich trotzdem irgendwie. Ich bin nun 17 und hatte bereits vor 3 Jahren mein Coming out, allerdings leider ich noch immer unter den Auswirkungen.

    Schon sehr früh (bereits nach meiner Kommunion, mit 10 Jahren) wusste ich das ich auf Mädchen stehe. Ich war lange in meine große Schwester verliebt (ja ich weiß wie sich das anhört) weil ich sie einfach witzig wunderschön und absolut charmant fand. Als ich ihr meine Gefühle gestand war sie sehr fürsorglich und lliebevoll. Sie hat sich sehr viel Mühe gegeben mir schonend beizubringen das ich nicht SIE liebe sondern das was sie ist, eine ältere Frau/Mädchen die ich vorallem körperlich sehr anziehend finde und die Pubertät zu solchen scherzen führen kann. Immer wenn sie mit mir Sprach und mir etwas erklärte, machte es für mich unheimlich viel Sinn. Ich habe mit ihrer Hilfe erkannt, das ich wohl lesbisch bin und es heutzutage kein Problem mehr wäre….DACHTE/n ICH/WIR. Meine Eltern dachten das ich eine “ Phase“ habe eine experimentelle….(hätte ja auch sein können) aber dies war nicht der Fall und meine Mutter versuchte Jahrelang mich mit gleichaltrigen Jungs zu verkuppeln. Natürlich ohne erfolg,auch wenn ich es ihr zur Liebe versucht habe. Kurz darauf hatte ich den ersten Streit diesbezüglich mit meinen Eltern und sie sagten das ich „nicht Normal“ sei und „Vielen Dank,dafür das wir keine Enkel Bekommen“.

    Diese Sätze haben mich Monatelang in ein tiefes Loch gestoßen,immer wieder glaubte ich tatsächlich nicht normal zu sein…es ging so weit das ich darüber nachdachte von zuhause wegzulaufen. Ohne meine Schwester wäre ich verrückt geworden. Als sie allerdings schwanger wurde änderten sich die dinge und sie verbrachte immer weniger Zeit mit mir, bis sie irgendwann fast gar nicht mehr Zeit für mich hatte. Ich versuchte mir mir selbst klar zu kommen und bin dann an jemanden geraten der mir zeigte das ich mich nicht schämen muss und mir erste Möglichkeiten gab mich in dieser Sache zu versuchen…ich war damals gerade 14 und war von mir und meiner Körperlichen Entwicklung auch nicht gerade all zu sehr überzeugt.

    Sie gab mir als erste Frau zu verstehen das ich Hübsch bin (oder zumidnest sie mich so sieht)und es verdient habe gemocht zu werden. Sie war verheiratet hatte Kinder und mochte mich trotzdem mehr als die meisten Menschen um mich herum. Erst nachdem wir uns ein Jahr regelmäßig gedatet/gesehen haben wurde es Sexuell. Ich verstand aber schon damals das es keine „klassische“ Beziehung werden wird und das das auch nichts permanentes ist. Ich genoß aber die Zeit mit ihr, sie war liebevoll und immer für mich da sie war nie fordernd oder aufdringlich,sie gab mir nur das Gefühl geliebt zu werden und attraktiv zu sein. Leider gab es ein großes Problem das nach einer Weile zum tragen kam…sie war die Schwester meiner Mutter also meine Tante und wir konnten unsere Einstellung zu einander immer schlechter verstecken. Irgendwann drohte das ganze Aufzufliegen und sie brach unsere Affäre ab. Ich war wieder allein und jemand ich glaube meine Cousine (also die Tochter meiner Tante) hatte einen Verdacht was die Beziehung von mir zu meiner Tante anbelangt. Sie verbreitete Gerüchte die zunächst an meiner Schule ankamen und dann bei meinen Eltern.Nachdem ich einige sehr hektische Verhöre meiner Eltern überstanden habe, wurde ich von einem Psychiater zum anderen geschleift um meine “ Inzestuöse und Lesbische Ausprägung zu ergründen“. Vor 6 Monaten war meine letzte Sitzung und ich glaube das es an mangelndem Selbstvertrauen und falsch gesetzte Solidarität lag, die mich zu meiner Tante führte. Ändern tut das allerdings herzlich wenig. Ich bin jetzt 17 habe keinerlei Erfahrungen sammeln können außerhalb dieser “ ungesunden Umgebung“ und mein ganzes soziales Umfeld hat mich bereits abgestempelt.

    Ich habe KEINE Freunde mehr, meine Eltern behandeln mich wie eine schwerbehinderte Tochter, meine Schwester beachtet mich nicht mehr und meine Tante “ mag mich noch aber möchte nichts kompliziert machen“. Ich bin quasi ganz alleine und habe keine Ahnung wie ich mich aus dieser Hölle befreien soll. Es ist furchtbar wenn man in einem kleinen konservativen Ort wohnt und alle über einen reden und man selbst nicht mehr zum Bäcker kann ohne gespräche über sich zu hören.Dann aber niemandem zum reden hat und keine Aussicht hat auf Geborgenheit (eine Freundin für mich ist wohl in weiter ferne).

    Ich sehe nur eine Lösung,nach meinem Abitur einen Job in einemanderen Bundesland anzunehmen um irgendwo neu anzufangen…. ich weiß ich habe eine ziemliche Bombe platzen lassen und wenn sich niemand äußern mag ist das natürlich in Ordnung. Es hilft mir das alles einmal runterschreiben zu können.

    Und falls doch jemand Tipps hat nur heraus damit alles was mir positive Möglichkeiten oder Gedankengänge schafft ist mir lieb und teuer.

    Vielen Dank fürs zuhören,ich hoffe das war nicht alles allzu wirr.

     

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