Eltern Coming Out

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  • Dieses Thema hat 3 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat von mariah.
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  • #35464
    mariah
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    Vor einigen Monaten habe ich mir nach jahrelangem überlegen endlich eingestanden dass ich lesbisch bin. (Ich bin übrigens 22). Zuerst habe ich mich bei meiner Therapeutin geoutet, dann bei meinem schwulen Cousin und gestern dann auch meiner engsten Freundin endlich davon erzählt. Als nächstes sind meine Eltern dran… Vor deren Reaktion habe ich am meisten Angst, daher spreche ich das bei einem Elterngespräch zusammen mit meiner Therapeutin an. Sie hat mir aber schon gesagt dass ich das selber sagen muss und sie quasi daneben sitzt und mir emotionalen support gibt. Nur weiss ich überhaupt gar nicht wie ich das Gespräch anfangen soll… Mir fällt es total schwer das Wort ‘lesbisch’ auszusprechen, auch wenn ich es für mich so gut es geht akzeptiert habe.. Dennoch bin ich bereit es ihnen endlich zu sagen, da ich keine lust mehr habe mir Sprüche zum Thema Jungs anzuhören und ich endlich ganz ich selbst sein möchte, ohne dass da immer was im Raum steht wenn ihr wisst was ich meine.

    Ich denke dass meine Eltern schon etwas ahnen könnten, da ich noch nie einen Freund mit Nachhause gebracht habe und auch wenn nur das Thema Jungs fällt mich schnell aus der Situation verziehe. Beim Outing von meinem schwulen Cousin haben sie zunächst geschockt reagiert, aber mittlerweile sehen sie seinen Freund schon als Familienmitglied an und sagen auch nichts weiter dazu. Nur ist es ja nochmal was anderes wenn es die eigene Tochter ist..
    Wie habt ihr euch euren Eltern geoutet? Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir ein paar Tipps für das Gespräch geben würdet, das findet schon nächsten Montag statt…

     

     

    #35484
    mariah
    Teilnehmer

    Danke an diejenigen die mir hier drauf privat geantwortet haben ❤️ Es ist alles gut gelaufen!!

    #35488
    x/m
    Teilnehmer

    Hi. Schön dass du damit offen umgehen willst. Bist du deswegen in psychiatrischer Behandlung gesteckt worden?

    Kenne das auch, sobald eine „anders“ wirkt, wird ihr eine kranke Psyche unterstellt, durch Eltern, andere Erziehungsberechtigte oder Lehrerinnen, Arbeitgeber/Jobcsenter usw. dann wird sie zum Diagnosesteller (Psycho) gezehrrt und erhält standardmäšig Psychopharmaka, die gesundheitsschädigend sind und Diagnosen. Solche Diagnosen machen sich jedoch nicht gut im Lebenslauf der Arbeitgebern vorgelegt werden muss.

    Ich wette du hast „Angststörung“ oder ähnliches diagnostiziert bekommen. Frauen werden leider sehr schnell entmündigt, obwohl das noch eine der harmloseren Diagnosen ist, die ihre Schadenswirkung aber auch darin haben, dass sie die Realität verkehren, indem sie der Betroffenen eine kranke Psyche unterstellen, obwohl sie unter ihren Umständen ganz natürlich handelt.

    Wegen Tipps zum Outing, kann ich dir nicht weiter helfen, weil ich Erziehungsberechtigte und Co. in dieser patriarchalen Gemeinschaft nicht als vertrauenswürdig und hilfbereit wahrnehme. Das Umfeld ist mir zu misogyn, ich mache das seit ich älter bin so, dass soziale Kontakte kaum zu Stande kommen, nur auf Bekanntenebene. Das geht die auch nichts an, welche was mag und wieso etc.

    Kannst mir gern schreiben hier oder per PN, bei Fragen oder ähnlichen. Bin auch kaum älter als du.

    Alles Gute Dir lg!

    #35492
    mariah
    Teilnehmer

    Hey – nein ich bin wegen etwas anderem schon länger in Behandlung, was auch von mir aus kam.

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