Eure absurdesten Thesen zur Entstehung von Lesbischsein?

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  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat, 1 Woche von
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  • #35244
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    Was sind für euch oder eure absurden Thesen zur Entstehung von Lesbischsein?

    Solche die ihr als absurd also abwegig empfindet.

     

    Ich liste mal die auf, die mir bis heute bekannt geworden sind:

    1. Der Kugelmenschenmythos (Griechische Satire womöglich)
    2. Erziehungsfehler der Mutter und vaterloses Aufwachsen (aus Psychologie/Psychiatrie)
    3. Vergewaltigungen in frühster Kindheit oder später (Psychologie/Psychiatrie)
    4. Als Symptom von Narzissmus oder anderer Geisteskrankheiten die erblich verursacht seien (Psychologie/Psychiatrie)
    5. Negative Erfahrungen mit Männern (Psychologie/Psychiatrie)
    6. Als Folge von Schwangerschaftsstörungen wie bspw. Schildrüsenüber/unterfunktion, Stress wodurch „zu viele“ Androgene ausgeschüttet wurden, PCOS der Mutter (Allgemeinmedizin, Genetik, Endokrinologie)
    7. Folge von PCOS oder andere Hormonelle Störungen wodurch eine Virilisierung eintreten kann (Allgemeinmedizin, Genetik, Endokrinologie)
    8. Homosexualität als Begünstiger altruistischen Handelns, wodurch das Überleben der Gruppe oder Art gesichert würde (Allgemeine Evolutionswissenschaften)
    9. Lesbischsein als logische Maßnahme – Praxis –  feministischer Theorien (Denkweise einige „Feministinnen“)

     

    Glaube das sind soweit alle gewesen.

    Bei allen Thesen könnt ihr merken, dass diese von reaktionären Leuten stammen d. h. Lesbenfeinden, Frauenfeinden mit der Absicht Lesbischsein aufzuheben oder es zu instrumentualisieren für eigene Zwecke (Nummer 9). Keine der Thesen berücksichtigt Intersektionalität und argumentiert häufig biologisch deterministisch oder gibt die „Schuld“ den (gestörten) Eltern und Verwandten….Pathologisiert Lesbischsein und/oder stellt es als was dar, was es gar nicht ist.

    Es ist schon sehr krass, Zuneigung von Frau zu Frau dermaßen vom Eigentlichen und Einfachsten abzutrennen, um die Heteronorm d. h. mit das Patriarchat weiter zu stützen. Wir sollten uns alle mal lieber zur Entstehung der Heterosexualität bzw. Heterosexismus befassen und das erforschen. Das ist wirklich notwendig um den Hetero-Spuk aufzuheben!

    Ich finde besonders zum Schütteln ist These Nummer 6, weil hier ganz deutlich wird, dass Liebe und sexuelle Lust zu Frauen als was dem Männlichen zugehörig betrachtet wird. Genau wie Androgene, aber Androgene hat JEDE Frau! Das ist eigentlich nichts was Männer allein ihr eigen nennen dürften. Aber die verhalten sich so, als hätten sie einen Besitz- oder gar Eigentumsanspruch drauf.

    So halt auch bei Liebe und sexuelle Lust zu Frauen und von Frauen in der Weise befriedigt zu werden. Das ist mMn. nichts männliches und nichts worauf Männer einen Anspruch haben. Allein Antifeminismus/Misogynie, z. B. Frauen objektifiizieren, das ist allerdings was männliches! Da gebe ich den Idioten recht. Einen Anspruch drauf objektifizieren zu dürfen, haben diese Trottel aber natürlich nicht.

    LG

    #35245
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    Mir ist doch noch eine These eingefallen, die aber mit zu 9 irgendwie fällt:

    9,5. Reaktanz Verhalten (aus Soziwissenschaft)

    #35336
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    Hier eine weitere These

    Nummer 10, Als Folge von mangelnder Femininität am eigenen Körper und/oder Verhalten. Hierzu zählen Minderwertigkeitskomplexe, Dysphorie, Selbsthass. Gilt besonders für maskuline Lesben (Butches). Gemeint ist, angeblich würden maskuline Lesben den Mangel an eigener Feminität durch sexuelle und romantische Kontakte zu Frauen versuchen aufzuheben (stammt aus der Psychoanalyse, freudanischen Psychologie)

    #35405
    boladeg
    Teilnehmer

    ok mir sagte jemand Mädchen werden durch mangel an mutterliebe lesbisch und kriminell wegen Armut. :/

    #35409
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    Hi. Darauf solltest du nicht viel geben, diese These zählt zu Punkt 2 Erziehungsfehler der Mutter/ Abwesenheit des Vaters.

    Psychologie ist immer eine patriarchale Verkehrung der Tatsachen.

    Es ist egal ob eine Mutter ihre Tochter besonders liebt oder hasst, ihr Verhalten ist nicht die Ursache fürs Lesbischsein, aber das was Männer tun oder nicht tun trägt wahrscheinlich zum weiblichen Antifeminismus bei und auf jeden Fall zur weibl. Armut und Kriminalität.

    Frauen sind nicht einfach so arm, und holen sich auch nicht einfach so illegale Drogen.

    Das Vatersystem hat dazu Frauen per se als krank und kriminell stigmatisiert. Egal was eine Frau tut oder unterlässt, immer wird es ihr oder der nächststehenden weiblichen Person oder einem vermeintlich femininen Vater als Mangel untergeschoben oder wenn sie aus Vaterstaatlicher Sicht was tolles macht, dann heißt es ihr Vater das Genie muss ihr dazu verholfen haben etc.

    Die meisten Mütter können ihre Töchter auch nicht leiden, weil sie von Männern eingedroschen bekamen, sich selber nicht leiden zu können und nur das was Männer richtig finden.

    Daraus ergibt sich ein böser Teufelskreis.

    Eigentlich wird jedes Mädchen bereits als lesbisch geboren, das zeigt sich auch darin, in einer frühkindlichen Homosozialität und im Verbund zur Mutter, die unsere alle erste Behausung und Nahrungsspenderin ist. Wir sind auf die geprägt und nicht auf den Mann. Der ist absolut unfruchtbar, er kann Kinder nicht in sich wachsen lassen und nicht mit Nahrung versorgen.

    Außerhalb nutzt er Gewalt um an Fremdmilch zu gelangen z. B. von Kühen, Ziegen oder anderen Schwangeren oder nutzt neuerdings auch Sklavenarbeit um Milchersatz herzustellen. Bei dem geht nichts ohne Gewalt und nichts in Eigenregie. Er brauch viele die ihm helfen, eine Frau kommt alleine besser zurecht (natürlich wenn der nicht ständig dazwischen funken würde).

    Leider aufgrund der Männer(systeme) drängen die den Mädchen sehr früh z. B. schon im Mutterleib durch Songs und Märchen Heterosexualität auf und Misogynie (Selbsthass). Die bilden das als natürlich ab und versuchen sich dadurch  womöglich ein Existenzrecht zu schaffen, das sie an sich nicht haben.

    Die meisten Mädchen ent-lesbischen darauffhin je älter sie werden und richten ihre Energien aggressiv gegen sich selbst und andere Frauen, evtl. auch Zwitter, und weibl. zwittrige Tiere.

    Nur das Urprinzip ist auf jeden Fall lesbisch, männerlos, woman-made. Eine Re-lesbischisierung könnte möglich werden, wodurch ist aber noch unklar.

    Lg

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