Wer hat Erfahrung mit Spender

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    Profilbild von einer Goriziehemalige Gorizi
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  • #14191
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    Also!!

    Ich habe eine Frage.

    Zuerst die Situation:

    Ich denke darüber nach in den nächsten 1-2 Jahren Schwanger zu werden. Da ich aber seit meinem 12/13 Lebensjahr auf Frauen stehe und mein bester "männlicher" Freund nicht spenden will, habe ich mich dazu entschlossen in einem Spenderportal zu suchen. Nach langer Suche, etwa 6 Portale durchgesucht, bin ich auf eines gestoßen, dass Spender Identiäten prüft und wo zahlreiche Gesundheitsdaten, wie Spermiogram, Gesundheitszeugnisse hinterlegt sind und das mir am besten Gefällt. Hinzu kommt, dass kein Geld verlangt wird.

    Also suche ich mir privat einen Spender. Klinik kommt für mich nicht in Frage.

    Jetzt die Frage:

    Wenn ich auf die Art und Weise mit dem Spender ein Kind zeuge, kann er rechtlich darauf bestehen Kontakt zum Kind zu haben, gibt es Verträge, die man wirksam abschließen kann. Ich möchte nicht, dass der Spender zu irgendeinem Zeitpunkt Kontakt zum Kind hat.

    Ich habe einen Spender gefunden, mit dem ich mich auch schon getroffen habe und der bereit wäre zu spenden und er hat mir zugesichert, später keinen Kontakt zum Kind zu wollen.  Ich wäre auch einverstanden das Kind mit ihm auf natürliche Art und Weise zu zeugen und ich bleibe mit meinen Personendaten anonym. Aber auch wenn ich anonym bleibe, kann es sein, dass ich ihm irgendwann über den Weg Laufe, was sehr unwahrscheinlich ist, aber wie der Teufel das will. Ich will das Kind alleine großziehen. Erst wenn das Kind nach seinem Vater fragt, wäre ich bereit, wenn auch nur zähneknirschend einem Treffen zu zustimmen. Aber was ist wenn das Kind dann eine Beziehung will.  Dann hätte ich, ob ich will oder nicht, einen Mann in meinem Leben.

    Finanziell kann ich selber für das Kind sorgen und wäre in dieser Beziehung völlig unabhängig.

     

     

    #14192
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    Erstmal vorneweg: Dass hier jemand Erfahrungen mit Spendern hat, glaube ich aufgrund des Altersdurchschnitts eher weniger.

     

    Ich bezweifel aber sehr, sehr stark, dass es irgendwelche "Verträge" gibt, die dem Vater das Recht auf den Kontakt zu seinem Kind nehmen. Außerdem hat auch das Kind das Recht zu wissen, wer seine leiblichen Eltern sind.

    #14193
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    Ich finde es ehrlich gesagt – vor allem für dein Kind – unfair. Dein Kind hat das Recht seinen leiblichen Vater kennen zu lernen. Was hast du denn im Übrigen gegen Männer oder dagegen, einen Mann in deinem Leben zu haben?

    Btw, was, wenn du einen Jungen bekommst? Soll der dann ins Heim?  Oder brichst du den Kontakt zu ihm ab, sobald er zum "Mann"?

    Wenn du ein Kind willst, sollte das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen, nicht dein Wunsch, keinen Mann in deinem Leben zu haben.

    #14194
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    Ich hätte Angst, dass wenn es zum Umgangs-, oder Sorgerecht kommt, schmutzige Wäsche.gewaschen wird. Mir meine sexuelle Orientierung vorgeworfen, wird, ich nicht in einer Partnerschaft lebe etc. Ich weiß, dass viele mit solchen Vorwürfen cool umgehen würden und man es rechtlich auch kann. Aber wenn es drauf ankommt kann man immer Schreckensszenarien malen. Auf sowas habe ich einfach keine Lust.

    #14195
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    Letztendlich bin ich bei diesem Spender gelandet, weil eine Freundin auch ein Kind durch ihn bekommen hat. Sie war bei der Spende 22. Spender gibt es echt viele und da jemanden zu finden ist richtig hart. Nur nach Aussehen wählen z.b. geht da gar nicht.

    #14196
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    Wenn du in keiner Partnerschaft lebst, geht deine sexuelle Orientierung doch niemanden was an und würde in nem Sorgerechtsstreit ganz bestimmt nicht gegen dich verwendet werden.

    Außerdem denke ich nicht, dass der leibliche Vater auf einmal das Sorgerecht für das Kind will, es wird ja nicht sein einziges sein, deshalb halte ich es für sehr sehr unwahrscheinlich. Genauso wie du ihm wahrscheinlich nie über den Weg laufen wirst.

    #14197
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    Zur rechtlichen Situation:

    Ich glaube, dass man zwar natürlich schriftlich festlegen kann, ob/wie viel der Spender mit dem Kind zu tun haben darf, und das alles ganz genau aufschreiben kann – aber dass im Zweifelsfall der Spender das durchaus vor Gericht erstreiten könnte. Die Väterrechte wurden in den letzten Jahren (glücklicherweise, wenn auch in deinem Fall unpraktischerweise) ziemlich gestärkt.

    Schau dich doch mal auf den Seiten des LSVD um. Ich glaube mich zu erinnern, dass es da einige gute Broschüren usw zum Thema gibt.

     

    Zum Rest:

    Meine Meinung ist in dem Fall natürlich nicht wichtig, und es steht dir völlig frei sie komplett zu ignorieren, aber mir ist das Thema wichtig, deshalb will ich sie gerade trotzdem los werden, tut mir leid.

    Ich finde es bedenklich, seinem Kind den Spender so rigoros vorenthalten zu wollen. Du hast gesagt, du würdest, wenn das Kind darauf besteht, zähneknirschend nachgeben … ich glaube, dass das für das Kind kein gutes Gefühl ist. Ich weiß nicht wie das als Kind ist, aber ich habe viele Geschichten gehört, in denen Kinder/Jugendliche das Bedürfnis haben, ihren leiblichen Vater kennen zu lernen und Dinge über ihn zu erfahren. Wenn ein Kind so ein Bedürfnis hat, finde ich es wichtig, die eigenen Wünsche zurück zu stecken und das beste für das Kind zu tun. So was kann sehr prägend sein und ein Kind für sein Leben beeinflussen.

    Ich sage nicht, dass ich es schlecht finde, dass dein Kind keinen Vater hat, um Gottes Willen 😉 Ich sage auch nicht, dass der Mann von Anfang an dabei sein soll, irgendwie, ich würde das auch nicht wollen. Aber: Wenn das Kind den Wunsch äußerst, dann würde ich Infos geben und, wenn es das wirklich will, versuchen Kontakt herzustellen – auch ohne dass ich dem Kind zeige, wie unangenehm mir das ist. Kinder sind eigenständige Menschen und haben das Recht darauf, so wichtige Informationen über ihr Leben zu erfahren, auch wenn mir das nicht so passt.

     

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